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Familien-/Themenaufstellung

am Donnerstag, 22.10.2026 in Geltolfing

Was ist eine Familien-/Themenaufstellung?

Die Familien-/Themenaufstellung ist eine Methode aus der Familientherapie oder Systemischen Therapie, bei der einzelne Personen stellvertretend für Familienmitglieder oder Themen im Raum positioniert (aufgestellt) und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Dadurch soll das Beziehungsgeflecht innerhalb des Systems visualisiert werden.

Was passiert bei einer Aufstellung?

In der Aufstellung werden zunächst die Stellvertreter so angeordnet, wie es der innerlichen Repräsentation des Klienten entspricht. Das heißt, ein Klient positioniert die einzelnen Mitglieder seiner Familie, seines Themas so, wie er die Beziehungen zwischen den einzelnen Beteiligten und zu seiner eigenen Person aktuell erlebt. Auch für sich selbst benennt er einen Stellvertreter oder steht für sich selbst in der Aufstellung. Seine innere, gefühlte Realität wird also äußerlich sichtbar gemacht.

Die Personen, die dabei stellvertretend die Positionen einnehmen, erhalten vorher meist keine näheren Informationen darüber, wen oder was sie repräsentieren. Sie fühlen sich in ihre Position ein und schildern aus dieser Perspektive, was sie augenblicklich wahrnehmen. Dies kann bereits zu erstaunlichen Situationen führen, wenn etwa die aufgestellte „Tante" Äußerungen macht, die der realen Tante tatsächlich entsprechen.

Eine Aufstellung liefert ein neues Bild auf das dementsprechende Thema und auf unsere Gefühle den anderen Mitgliedern gegenüber.

Die Stellvertreter schlüpfen zwar in die Position eines anderen Menschen oder Gefühls oder Beschwerde oder Gegenstandes usw., spielen jedoch kein Rollenspiel. Sie können in der ihnen zugewiesenen Perspektive frei wahrnehmen, was momentan tatsächlich in ihnen vorgeht, und dies auch äußern. Dies können z. B. Aussagen darüber sein, wer von den anderen Personen gerade im Weg steht, als zu nah empfunden oder als nicht zugehörig erlebt wird. Häufig erspüren die Teilnehmer in der ihnen zugeteilten Position Dinge, die sie in der Realität gar nicht wissen können, z. B. dass jemand fehlt oder dass die Beziehung zwischen Vater und Tochter in irgendeiner Form gestört ist.

Wann ist eine Familien-/Themenaufstellung sinnvoll?

Eine Aufstellung ist kein Allheilmittel und auch nicht bei jedem Thema indiziert. Zudem ist eine Aufstellung nicht mit Therapie gleichzusetzen. Sie kann aber Sinn machen, wenn Probleme vermutlich mit der Familie, dem Job, der Zukunftsplanung, Projekten uvm. zu tun haben. Wer eine Aufstellung machen möchte, sollte daher auch eine konkrete Frage haben. Fragestellungen oder Gründe für eine Aufstellung sind beispielsweise:

  • Unerklärliche, immer wiederkehrende Belastungen, Krisen, Trennung oder Scheitern von Lebensplänen und Vorhaben.
  • Vermutete Blockaden durch Glaubenssätze, die im Familiensystem gelten (Mach niemals Schulden! Eine Trennung ist Sünde! etc.).
  • Starke Schuldgefühle, Verpflichtungen oder Gewissensbisse, die nicht erklärbar sind.
  • Ein vermutetes oder tatsächlich erlebtes Trauma.
  • Zerwürfnisse, Konflikte, Vermeidung von Kontakt mit Familienmitgliedern (oder anderen nahestehenden Personen).
  • Die Vermutung, bestimmte Krankheiten könnten mit der Familie zu tun haben.
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Unerklärliches Gefühl vom Verlust eines Menschen, mit der Vermutung, einen verlorenen Zwilling zu haben.
  • Selbstwertprobleme, Versagensangst, Verlustangst, Probleme mit dem Loslassen (Verstorbener).
  • Energetischen und Spirituelle Probleme und Belastungen

Und noch vieles mehr.

Aufstellung - was bringt das wirklich?

Eine Aufstellung kann Klarheit in die Beziehungsmuster eines Systems bringen, neue Erkenntnisse über Mechanismen und eingespielte Muster, die wir in unserer Familie/Unternehmen/Leben unbewusst und unreflektiert übernommen haben. Oft ist das der erste Schritt zu neuen, konstruktiven Beziehungen in der Familie und im eigenen Leben oder das Herangehen an Themen. Wer ohne konkrete Fragestellung in eine Aufstellung geht, kann jedoch keine konkreten Antworten erwarten. Daher ist eine klare Formulierung des Anliegens im Vorfeld wichtig. Häufig stellt sich auch die Frage, wann eine Familienaufstellung Wirkung zeigt. Je nach aufgestellter Thematik können sich Lösungsstrategien sehr schnell, also schon unmittelbar nach der Aufstellung oder innerhalb der nächsten Tage abzeichnen, manche Entwicklungen zeigen sich erst im Laufe mehrerer Wochen. Es kann tatsächlich eine Zeit dauern, bis eine Aufstellung wirkt.

Zu den Nachwirkungen kann auch gehören, dass sich Bereiche im Leben verändern, die gar nicht so stark im Fokus waren und die zunächst nicht mit der Aufstellung in Verbindung gebracht werden. Etwa die Lösung eines beruflichen Problems, nachdem die unklare Beziehung zwischen Mutter und Sohn bearbeitet wurde. Bei unklaren Abschlüssen sollte die Möglichkeit bestehen, mit dem Aufstellungsleiter oder Coach die Erfahrung nachzubearbeiten.

Das Lebens- / Medizinrad ist ein Werkzeug, mit dem bereits unsere Vorfahren verschiedener Kulturen und Volksstämme in Europa, Nordamerika oder auch der Mongolei arbeiteten. Erst in neuester Zeit wird das volle Spektrum dieses kraftvollen Werkzeugs entdeckt und von der eigenständigen Selbstreflektion bis in psychotherapeutische Bereiche wirksam eingesetzt.

Die Arbeit mit dem Lebens- / Medizinrad ist ein Bestandteil der schamanischen Arbeit. Man könnte es auch als Heilungs-, Kraft- oder Visionsrad bezeichnen, da im Schamanischen alles, was heilsam ist, als Medizin bezeichnet werden kann. Mit dem Medizinrad können Informationen zugänglich gemacht und Heilkräfte aktiviert werden.

Das Lebens- / Medizinrad ist ein Abbild unseres Jahresrades, dem alle Geschöpfe unterliegen und welches auf den jeweiligen, individuellen Lebenszyklus bzw. das Lebensthema übertragbar ist. Es stellt den ewig währenden Kreislauf des Lebens mit Geburt, Tod und Wiedergeburt dar. Das Lebensrad verhilft uns zu Problemlösungen, Zielsetzungen, Heilimpulsen und einer verstärkten inneren Klarheit.

Es können nicht nur die Familienbilder (Herkunftsfamilie und Wahlfamilie) aufgestellt werden, sondern auch Organisationen (Arbeitsstätte, Institutionen...), Krankheiten, Organe, Tiere, die Themen Krieg und Vertreibung, Emotionen (z. B. was steht hinter meiner Wut?), Chakren, Energiefelder, Wesenheiten...
Immer wieder durfte ich erfahren, dass es nichts gibt, was nicht in einer Aufstellung geklärt werden konnte, sogar eine Lösung mit der Aufstellungsarbeit in früheren Leben (Rückführung) ist möglich.

Es geht bei der Lebensrad-Aufstellung um eine ganzheitliche, systemische Aufstellungsmethode, in der wir mehr Klarheit und Bewusstheit erlangen können. Es werden Antworten gesucht, Blockaden und Ängste gelöst, Seelenanteile zurückgeholt, alte Verbindungen gekappt, Verwirrungen geklärt, Verletzungen geheilt, Visionen und Wünsche durchleuchtet, sowie heilende Kräfte und Energien aktiviert.

Die Aufstellungsarbeit mit dem Lebensrad findet in einem geschützten Kreis der Wertschätzung und Selbstverantwortung statt.

Bei dieser Art Aufstellung steht der Aufsteller persönlich auf seiner Position in der Kreismitte. Er sucht sich die Stellvertreter für die einzelnen Aufgaben am Kreis selbst aus, stellt sie selbst in die Energien, die für die Lösung seines Anliegens oder Wunsches wichtig sind. Aus diesem Grund ist seine Verbindung zu allen Aspekten der Aufstellung viel stärker und er wird während des Verlaufs auch mehr in seine Selbstverantwortung genommen als bei üblichen Aufstellungsmethoden. Der Aufstellungsleiter fungiert mehr als Beobachter und Begleiter, als es sonst üblich ist.


Familienaufstellung

Aufstellungsleitung:
Klaus X. Ruhland / Wolf Song

Zeit: 18:00 - ca. 22:00 Uhr

Anmeldung: bitte bis spätestens Montag, 19.10.2026

Ort: Home of the Spirit,
Flughafenweg 12, 94330 Geltolfing, Ruhland-Hof

Energieausgleich: Aufsteller € 111,- / Stellvertreter = freiwillige Wertschätzung